Die 10 ultimativen Tipps für den erfolgreichen Verkauf auf den Kleinanzeigen

Ich bin ein Fan der Kleinanzeigen, sei es Ebay Kleinanzeigen, Facebook Marketplace oder Flohmarktgruppen aller Art. Ich hasse es unnötige Sachen zu Hause aufzubewahren und bevor wir Sachen neu kaufen, schaue ich als allererstes, ob ich diese günstiger auf den gängigen Portalen für Kleinanzeigen finde. Wie ihr aus den Instagram Stories wisst, habe ich meine schöne Schreibtischlampe so für 5 Euro erworben, meinen weißen Ikea-Schreibtisch für 12 Euro und meinen Bürostuhl sogar umsonst. Da ich auch regelmäßig Sachen verkaufe, wie ihr in unseren Instagram Stories sehen konntet, teile ich heute meine Tipps, für einen möglichst raschen Verkauf zu einem guten Preis.

Tipp 1: Markennamen nennen

Nennt die Dinge beim Namen! Markennamen verkaufen sich schneller. Das ist einfach Realität. Also wenn ihr einen Jogginganzug für Kinder von Adidas verkauft, nennt ihn auch “Jogginganzug Kinder Adidias” und nicht nur “Jogginganzug Kinder.” So erhöht ihr eure Chance, wenn z. B. jemand nur Adidas in die Suchleiste eingibt.

Tipp 2: Beschreibt euren Haushalt

Ich schreibe grundsätzlich in jede Anzeige “Nichtraucherhaushalt” und “Tierfreier Haushalt.” Bitte schreibt das jedoch nur in die Anzeige, wenn es auch zutrifft. Leute sind gewillter zu kaufen, wenn diese Beschreibung in der Anzeige stehen, da ein tierfreier und rauchfreier Haushalt als sauber empfunden wird. Die meisten Leute möchten schlicht keine Kleidung oder Möbelstücke kaufen, die nach Rauch stinken bzw. mit Tierhaaren bedeckt sind. Besonders Allergiker oder Asthmatiker achten auf diese Beschreibungen.

Tipp 3: Kleidung und Spielsachen als geschlechtsneutral bezeichnen

Blaue Jeans, Pullover mit allen möglichen Farben die man mehr in die eine Kategorie, als in die andere, schieben würde, beschreibe ich zusätzlich als geschlechtsneutral in den Kleinanzeigen. Gerade Leute die Kinder erwarten, aber noch nicht das Geschlecht wissen, greifen in dieser Kategorie zu. Wir haben bei unserer großen Tochter am Anfang darauf geachtet möglichst beige und weiße Bodies zu kaufen, die wir an weitere Geschwister weitergeben konnten.

Das gilt nicht nur für Kleidung, sondern auch für Spielsachen wie z. B. Schlitten oder Bobbycars. Ich habe z. B. vor Jahren ein brandneues Kettler-Dreirad (damals hätte es neu 90 Euro gekostet) für 40 Euro original verpackt erhalten, da das beschenkte Kind nicht mit der “Jungen-Farbe” einverstanden war. Unsere zweite Tochter nutzt nun langsam das Dreirad voller Eifer und bisher hat sich keine der beiden über die Farbe geäußert.

Tipp 4: Achtet auf aussagekräftige Bilder

Gute Bilder sind der Schlüssel zu einem Verkauf auf den Kleinanzeigen Portalen. Achtet auf einen sauberen und teuer aussehenden Hintergrund. Ich nehme gerne unseren Holzfußboden oder diesen weißen Hintergrund für Fotos her. Der weiße Hintergrund ist besonders nützlich um den Farbkontrast gut zu fotografieren. Wenn ihr keinen schönen Boden zu Hause habt, dann könnt ihr euch auch eine Unterlage in Holzoptik oder sogar Marmoroptik für ein paar Euro zusammenstellen. Das lohnt sich besonders, wenn ihr Sachen öfters auf den Kleinanzeigen verkaufen möchtet.

Diese Garderobe habe ich innerhalb von zwei Stunden für 10 Euro verkauft.

Tipp 5: Originalverpackung nutzen

Wenn möglich, hebt die Originalverpackung aus. Mein Mann hat vor kurzem einen Google Mini gewonnen, aber hat ihn nicht genutzt. Wir hatten noch die Originalverpackung, auch wenn diese bereits geöffnet war. Um unnötige Fragen möglichst zu vermeiden, haben wir Fotos von allen Seiten der Verpackungen mit den Spezifikationen des Produktes in die Anzeige mit aufgenommen. Den Google Mini haben wir innerhalb eines Tages für 25 Euro verkauft (und somit die Hälfte des letzten Stuhles in unserer Sparchallenge erreicht, falls du uns auf Instagram folgst).

Originalverpackung des Google Mini (einfacher, einfarbiger Hintergrund)

Tipp 6: Keine Reaktion zeigen auf “Was ist letzter Preis.”

Oh ich kann es nicht mehr hören. Wir haben letztes Jahr unseren alten Mazda auf den Kleinanzeigen verkauft. Es musste schnell gehen, da wir ihn bereits abgemeldet hatten und er noch auf dem Parkplatz stand. Er lief nicht mehr und wir wollten ihn ja nur noch loswerden für ein paar hundert Euro. Wir wurden überschwemmt mit Anrufen und E-Mails. Ich habe mindestens dreißig E-Mails einfach nur mit den Worten: “Was ist letzter Preis?” erhalten. Kein Hallo, kein Gruß. So möchten wir nicht kommunizieren. Aber da es schnell gehen sollte, haben wir einfach noch einmal unsere Preisvorstellung zurückgeschrieben. Und wisst ihr was? Es kam kein Verkauf zustande trotz mehrmaligem hin und her, sowie unzähligen Telefonaten!

Der Verkauf kam zustande mit dem Herrn, der eine kurze nette Nachricht geschrieben hatte, und pünktlich kam. Mittlerweile lösche und blockiere ich “Was ist letzter Preis” – Anfragen. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Anzeige so zu formulieren, dass möglichst alle Fragen beantwortet sind, dann wünsche ich mir einfach auch nur eine respektvolle kurze Anfrage. Ich bin durchaus bereit zu handeln, aber nicht auf diesem Weg. Vielleicht sind wir auch nur altmodisch.

Tipp 7: Ich reserviere nicht

Das haben wir in den USA gelernt. Wir haben bevor wir nach Deutschland gezogen sind, unser Hab und Gut bis auf wenige Kisten mit persönlichen Sachen (Büchern, Hundespielsachen und Familienfotos) verkauft. Es war die Hölle! Leute waren unpünktlich und sind erst nicht aufgetaucht. Eine alte Dame war an unserem Sessel interessiert und sie wollte das ich ihn reserviere, da es regnet und sie das Haus bei Regen nicht verlässt. Sie kam auch nicht bei Sonnenschein. Ich könnte hier Geschichten erzählen, aber dann würdet ihr morgen hier noch weiter lesen. Das Highlight war eine Dame, die versucht hat unser Bett abzuziehen (es stand nicht zum Verkauf!). Das Ende vom Lied: Reservierungen sind Zeitverschwendung! Wenn jemand die Sache wirklich möchte und auch das Geld hat, kommt er oder sie. Reservierungen kosten am Ende nur eins: Nerven!

Tipp 8: Nur Abholung vereinbaren

Ich biete keinen Versand an. Auch da spreche ich auch aus Erfahrung. Verpacken und versenden kostet mich nur Zeit und Nerven. Ich will schnell ein paar Euro verdienen und die Sachen aus dem Haus haben. Der Kunde kann sich bei uns oder wo wir uns treffen auch gerne die Sachen noch einmal ansehen und es wird bar bezahlt. So kann nichts verloren gehen oder über den Zustand diskutiert werden. Fertig!

Tipp 9: Nur Bares ist Wahres

Muss das überhaupt erwähnt werden? Nur Bares ist Wahres. Trefft euch, tauscht die Sache aus und das Geld ist eures. Wie oft habe ich schon im Pressebericht der Polizei gelesen, dass Leute Geld überwiesen haben oder per PayPal Freunde Geld geschickt haben (um Gebühren zu sparen, seit ja nicht so dumm! Ihr seid keine Freunde!). Manche haben sogar noch ein Päckchen bekommen, statt einem Handy war ein Stein im Paket. Beweist erst einmal das Gegenteil!

Tipp 10: Übergabe an einem sicheren Ort

Wenn ihr euch nicht dabei wohlfühlt, eure Adresse herauszugeben, dann trefft euch an einem Café, Tankstelle oder vor einer Drogerie. Ja, das habe ich schon oft gemacht. Die Dame die mit einem Kinderdirndl vorm Müller stand war ich. Schaut ein wenig seltsam aus, aber mich stört es nicht. Wir geben auch oft unsere Adresse weiter (wenn die Leute nett herüberkommen), aber das mache ich nur wenn mein Mann zu Hause ist. Und die Leute lasse ich nicht in den Wohnraum. Punkt.

Welchen Tipp habt ihr für einen

schnellen und erfolgreichen Verkauf?

Bild: Canva

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