5 FinanzZahlen die du im Blick behalten solltest

Wir sind im ersten Monat nach der Tilgung unserer Studienkredite. Und ja, ich logge mich immer noch ein und schaue mir die schwarze Null an. Der Stress der Schulden bröckelt langsam ab. Dank Lockdown-Light, haben wir die Schuldentilgung nicht im Restaurant gefeiert. Aber wir haben Pizza bestellt. Auch etwas das wir eher selten tun und es hat sich gut angefühlt. Nicht nur haben wir ein lokales Geschäft unterstützt, sondern ich hatte nicht mehr den Gedanken, ob wir die 22 Euro nicht lieber in die Schuldentilgung stecken könnten. Es hat sich herrlich normal angefühlt. Aber keine Sorge, wir werden das nicht wöchentlich tun. Nun, da wir die große schwarze Null nun erreicht haben, sagen wir euch welche Finanzzahlen wir weiter fest im Blick haben, und auch du im Blick behalten solltet.

Finanzzahl 1: Dein monatliches Einkommen

Obwohl wir beide Gehälter beziehen, ändert sich unser monatliches Einkommen von Monat zu Monat. Manchmal nur um wenige Euro, manchmal auch um einige hundert Euro. Wie ihr wisst bekommt jeder Euro in unserem Budget eine Aufgabe. Daher machen wir zu Ende jedes Monats einen Kassensturz.

Wir überprüfen zuallererst unsere Gehaltszettel. Vor Corona, kam zum Beispiel Spesen für Dienstreisen dazu, aber auch Boni oder Weihnachtsgeld bzw. Urlaubsgeld beeinflussen zum Beispiel unser monatliches Einkommen. Im September und Oktober bekamen wir z. B. noch das Corona-Kindergeld ausgezahlt.

Weiter bekommen wir noch für unsere beiden Töchter Kindergeld und das bayerische Familiengeld bis unsere jüngste Tochter ihr drittes Lebensjahr vollendet hat. Das bleibt zwar jeden Monat ziemlich gleich (außer es wird vom Staat an die Inflation angepasst), letzteres kann sich aber von Bundesland zu Bundesland ändern.

Manchmal verdiene ich auch noch den ein oder anderen Euro dazu. In der Vergangenheit habe ich schon über den ein oder anderen Nebenjob hier geschrieben wie z. B. als Wahlhelferin oder als Durchschnittsfamilie. Auch diese zusätzlichen Einnahmen werden vermerkt. Jeder Monat ist also anders und daher erstellen wir auch für jeden Monat ein neues Haushaltsbudget. Und das solltest du auch tun! Hier kannst du gerne unsere kostenlose Vorlage nutzen.

Finanzzahl 2: Deine festen monatlichen Ausgaben

Zu Beginn unseres Budgets stehen alle festen monatlichen Ausgaben, die sich von Monat zu Monat in der Regel nicht ändern: Miete, Nebenkosten, Strom, Essen, Kitagebühren, Rücklage für unsere Versicherungen (wir zahlen jährlich, um den Rabatt in Anspruch zu nehmen), Sprit, GEZ, etc. Das sind die Kosten die abgedeckt werden müssen, egal was kommt.

Wir haben über Jahre hinweg immer wieder versucht hier zu optimieren z. B. durch Wechsel der Versicherung oder Stromanbieterwechsel (nach dem Desaster zu Beginn des Jahres welches sich über fünf Monate hingezogen hat und den fast darauf folgenden Nervenzusammenbruches, werden wir hier erst einmal eine Pause einlegen).

Übrigens vergleicht eure festen Ausgaben im Budget auch mit eurem Kontoauszug. Besonders Verträge für Telefon und Internet erhöhen sich gerne mal nach den ersten zwölf Monaten und man vergißt schnell das Budget anzupassen.

Bis Dezember letzten Jahres haben wir auf 60 m2 zu viert (plus noch Hund bis er von uns geschieden ist) gelebt, um Miete zu sparen. Nach dem Brand und der Fehlgeburt haben wir den lang geplanten Umzug vorgeschoben und sind nun glücklich in unserem neuen Zuhause. Ja, die Miete hier im Großraum München ist teuer und das erhöht unsere festen Kosten im Vergleich zu anderen Regionen gewaltig. Aber wir sind momentan glücklich hier, für unsere Töchter ist es ihre Heimat und daher machen wir halt Abstriche.

Finanzzahl 3: Deinen Kontostand

Das ist manchmal nicht so einfach! Okay, seit es Apps gibt ist es schon einfacher, aber auch bei uns gab es Zeiten, da hätte ich gerne lieber den Kopf in den Sand gesteckt, als unseren Kontostand anzusehen. Zum Beispiel vor einigen Jahren (ich glaube es war 2015), als unser damaliges Auto fast 2.000 Euro an Reparaturen benötigt hat, um durch den TÜV zu kommen. Ich bekam gerade meinen jährlichen Bonus und dann war der auch schon weg mit meinem Gehalt. Das war dann fast eine Nullrunde in der Schuldentilgung und ein ziemlicher Krach, weil ich den Kreislauf aus Schuldentilgung und leben am finanziellen Wahnsinn einfach satt hatte. Aber was wäre die Alternative gewesen? Ein neues Auto und noch mehr Schulden? Wohl kaum.

Erwachsen und verantwortungsbewusst zu sein ist nicht immer leicht. Für mich zumindest nicht. Wenn dir das Geld durch die Finger gerinnt, bevor es auf dem Konto landet ist das ein mieses Gefühl. Und manchmal dauert es bis man sich aus der schlechten finanziellen Lage heraus kämpft. Daher, auch wenn es weh tut, behaltet euren Kontostand im Auge. Den Kopf in den Sand stecken hilft einfach nicht.

Finanzzahl 4: Deine Schulden

Dieser Punkt tut weh. Ich habe schon einige Mal erzählt von dem Wintertag, an dem wir unsere Studienkredite plus angefallene Zinsen aufaddiert haben. Da ich dem Wein entsagt habe, will ich diese alte Wunde nicht wieder aufkratzen. Aber tue es! Nur wenn du weißt wo du stehst, kannst du deinen Fortschritt auch dokumentieren.

Lade dir einen von unseren kostenlosen Schuldentrackern herunter und markiere deinen Fortschritt. Es ist motivierend!

Schuldentracker, Zahlen, Finanzen

Finanzzahl 5: Dein Reinvermögen

Unter allen Finanzzahlen ist Nummer 5 unsere Lieblingszahl! Das Beste kommt zum Schluss! Dein Reinvermögen besteht aus allem, was du an Vermögen besitzt minus deine ausstehenden Schulden. Wir haben vor kurzem erst die schwarze Null überschritten. Was für ein Meilenstein! Nichts ist motivierender als sein Vermögen wachsen zu sehen!

Welche Finanzzahlen behaltet ihr stetig im Blick?

Bild: Canva

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