Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben!

Endlich kann ich die Neuigkeit verkünden! Die Tinte auf dem Arbeitsvertrag ist getrocknet. Ja, mein Mann hat einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Wir sind erschöpft von den letzten Wochen, aber glücklich.

Der Rückblick

Wir haben euch ja erzählt, dass die Firma, für die mein Mann arbeitet, im Januar Insolvenz angemeldet hat. Es war absolut unerwartet. Wir waren geschockt. Auf der Weihnachtsfeier hieß es noch alles ist bestens und alle Ziele wurden erreicht. Im Januar wurde seinen Kollegen und ihm wurde gleich mitgeteilt, dass für Januar kein Gehalt mehr gezahlt wird. Die Mitarbeiter sollten jedoch weiter arbeiten und sind dazu wohl auch verpflichtet, da unser Staat mit dem Insolvenzgeld einspringt.

Ihnen wurde gesagt, bis zum 5. Februar sollten sie das Insolvenzgeld haben. Pustekuchen! Wir warten immer noch. Wir sind im Dezember umgezogen, haben Kaution bezahlt und wollten unsere Schulden endlich weiter tilgen. Die letzten Wochen waren emotional und finanziell hart für unsere Familie.

Der Bewerbungsprozess

Mit einem Wort: Nervenaufreibend! Hat sich alles in den letzten Jahren geändert? Sobald klar wurde, dass es seinen Arbeitgeber in absehbarer Zeit nicht mehr geben wird, haben wir an seinem Lebenslauf gefeilt. Der Prozess war nervenaufreibend. Dazu muss ich sagen, mein Mann arbeitet in der IT. Vielleicht läuft es in anderen Branchen anders ab. Als Erstes kamen Anrufe mit Recruitern. Diese haben teilweise gut eins bis zwei Stunden gedauert. Dann gab es erste telefonische Vorstellungsgespräche mit der Firma. Das hieß nicht nur sich Zeit für die Vorbereitung zu nehmen, sondern das Gespräch selbst hat auch wieder minimum eins bis zu zwei Stunden gedauert. Bitte bedenkt, das lief alles ab während er noch Vollzeit für seinen alten Arbeitgeber arbeiten musste, plus die ersten Termine auf dem Arbeitsamt standen an, um die Dokumente für das Insolvenzgeld einzureichen. Stress hoch 10 sage ich euch!

Verlief das erste Gespräch am Telefon positiv, wurde er ca. eine Woche später zum richtigen Vorstellungsgespräch geladen. Auch hier hiess es wieder Vorbereitung, Vorbereitung und noch einmal Vorbereitung. Und dann hiess es wieder warten. Zwischen den einzelnen Schritten war immer gut eine Woche “Luft.” Wir wußten nicht, geht es jetzt weiter oder nicht? Und vor allem möchten wir überhaupt einen Schritt weiter gehen? Über die Jahre hinweg, haben wir gelernt auf unser Bauchgefühl zu hören.

Der letzte Schritt im Bewerbungsprozess

Der letzte Schritt war dann ein Tag mit dem Team plus Mittagessen. Mein Mann war nervös. Ich habe ihn am Tag davor noch die Haare geschnitten. Es war eine Atmosphäre hier wie am ersten Schultag. Er kam nach Hause und war ganz begeistert. Während des Bewerbungsprozesses war diese Firma seine erste Wahl und das positive Bild hat sich auch im Team widergespiegelt.

Und dann kam die mündliche Zusage!

Einen Tag später, am letzten Freitag. Kam dann die mündliche Zusage. Der Arbeitsvertrag kommt per Post! Die ersten Steine auf unseren Herzen bröckeln ab. Aber solange der Vertrag noch nicht unterschrieben ist, sitzen wir noch etwas auf heißen Kohlen. Vielleicht ist es auch noch der Schock der unerwarteten Insolvenz.

Wie es jetzt weitergeht

Mein Mann muss noch von seiner alten Firma freigestellt werden. Er rennt jetzt von A nach B, um die Freistellung zu erhalten. Würde er nämlich einfach kündigen, könnte es Probleme bezüglich des Insolvenzgeldes geben, wurde ihm gesagt. Es ist schon komisch, dass man betteln muss, bei einem Arbeitgeber der einen gar nicht mehr zahlt. Was werden wir als Erstes tun? Feiern! Im kleinen Rahmen natürlich. Mein Mann freut sich auf die neue Firma. Aber es ist natürlich auch komisch, seine alten Arbeitskollegen zurückzulassen. Die Firma ist leer, kommuniziert wird online. Es gab und gibt keinen Abschluss wie einen Ausstand, wenn man kündigt und die Firma verlässt. Er war über fünf Jahre in der Firma und hat viel Zeit mit seinen Kollegen jeden Tag verbracht. Da kommt auch die ein oder andere Emotion hoch. Ein Teil seines Umfelds ist von einem Tag auf den anderen Tag weggebrochen.

Nun zum Finanziellen…

… deswegen seit ihr doch hier? Ich bin ja Optimistin und nachdem der erste Schock verdaut war, wusste ich das ist eine Chance für unsere Familie damit wir uns finanziell verbessern. Und so kam es auch! Also wenn du das liest, weil du gerade deinen Job verloren hast. Kopf hoch! Es ist nicht gesagt, dass du vom Gehalt her einen gleichwertigen oder schlechter bezahlten Job bekommst. Recherchiere und wenn du Rücklagen hast und dir Zeit nehmen kannst tue es.

Die Zahlen

Jetzt wird es ein wenig komplizierter! Mein Mann verdient nun gut 12.000 Euro mehr pro Jahr. Also fast 1.000 Euro pro Monat. Nicht schlecht, oder? Allerdings wird ein Teil seines Gehaltes, als ein Minimumbonus bis zum Jahresende einbehalten. Dieser wird dann je nach Performance erhöht. Das heißt für uns, unser monatliches Haushaltsnettoeinkommen bleibt bis auf Weiteres gleich.

Nun naht Ende Februar und es ist der zweite Monat mit nur einem Einkommen. Wir hoffen und betten, dass wir das Insolvenzgeld möglichst bald bekommen. Die letzten Wochen waren hart und sind noch hart. Ende März bekommt mein Mann dann wieder sein reguläres Gehalt und wir können mit unserem normalen Budget im April fortfahren. Bis dahin wird jeder Cent dreimal umgedreht. Und dann geht es weiter mit unserem Plan.

Wie sah es bei euch finanziell nach dem
letzten Jobwechsel aus?

Bild: Canva

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