Leben auf kleinstem Raum – das große Projekt

Umbau

60 Quadratmeter für drei Personen (und einen Labrador)

 

Wir haben ja schon mehrmals darüber geschrieben wie wir zu dritt beziehungsweise zu viert (der Hund verbraucht Platz für eine Person) auf 60 Quadratmeter leben. Wir hätten gerne noch ein weiteres wundervolles Kind (die Latte liegt hoch!) in der Zukunft, aber wo soll das Bett hin? In unserem Schlafzimmer müsste man das Beistellbett aus dem Zimmer schieben nur um an den Kleiderschrank zu kommen.

Wir durchforsten seit drei Jahren die Immobilienanzeigen nach einer größeren Wohnung. Das Problem hier in unserer Boomregion ist, dass uns eine größere Wohnung ca. 400 bis 500 Euro mehr kosten würde. Und wenn man dann bedenkt, dass wir in der Elternzeit weniger Einkommen zur Verfügung haben ist das schon sehr riskant kalkuliert. Des Weiteren ist Miete für mich auch verlorenes Geld, dass uns weder in der Schuldentilgung nützt noch langfristig investiert ist. Wir sind nicht die einzige Familie mit diesem Problem hier und manche unserer Freunde sind wirklich kreativ geworden in ihren kleinen Wohnungen oder haben sich hoch verschuldet um sich eine Immobilie zu kaufen. Letzteres ist keine Option für uns.

Ich lag mitten in der Nacht auf einmal wach und hatte die Idee wie wir auf 60 Quadratmeter mehr Platz finden können. Und es kostet einen gewaltigen Akt das Projekt auf die Beine zu stellen.

Die derzeitige Situation

Mein Mann war erst sehr skeptisch dem Umbau gegenüber. Wahrscheinlich auch weil er die Möbel umbauen muss und aufgebaut hat. Ich bin eher ein Schwächling und wenig von Nutzen (ich übernehme die Designerrolle). Das Projekt benötigt eine Menge Muskelkraft und auch Kapital.

Wir haben eine drei-Zimmer-Wohnung. Das Zimmer unserer Tochter ist eher ein halbes Zimmer. Es steht eine Kommode, ihr Bett und ein paar Spielsachen in ihrem Zimmer. Ein Kleiderschrank passt nicht herein, da sonst das einzige Fenster überdeckt werden würde. Wir haben ein etwas größeres Zimmer mit unserem Doppelbett und einen Kleiderschrank mit Eckteil. Er nimmt ziemlich viel Raum ein, aber wir haben ihn kostenlos von einem Familienmitglied bekommen. Wir haben den Schrank seit 5 Jahren und er ist kurz vor dem zusammenfallen. Wir haben Teile immer wieder angeleimt oder angeschraubt. Wir wollten ihn noch bis zum nächsten Umzug behalten. Doch das könnte sich jetzt ändern.

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Leben auf kleinstem Raum – unser Kleiderschrank

Kleiderschrank

Voller Kleiderschrank und keinen Überblick

Kennt ihr das, wenn ihr vor dem Kleiderschrank steht und einfach nichts zum anziehen findet? So ging es mir letzten Montag. Und das hat schon bei den passenden Strümpfen angefangen. Da wusste ich, es ist mal wieder Zeit den Schrank neu einzuräumen. Wir machen das im Durchschnitt einmal pro Quartal.

Alles muss raus

Wir nehmen nacheinander jedes Fach heraus. Wir haben normalerweise drei Haufen auf dem Bett:

  1. Kleidung die wieder in den Schrank zurück gelegt oder gehängt wird
  2. Kleidung die erst gebügelt werden muss
  3. Kleidung die aussortiert wird

Auf dem ersten Haufen ist Kleidung die wir regelmäßig tragen, gebügelt ist und keine Löcher hat legen wir sofort wieder zusammen und verstauen sie. Manchmal zerknittert Kleidung weil sie vom Bügel gefallen ist, oder nicht sorgfältig in den Kleiderschrank gelegt wurde. Diese Kleidung kommt auf den zweiten Haufen. Auf dem dritten Haufen ist Kleidung die einfach nicht mehr getragen werden kann. Hier kommt es oft zu Diskussionen, da es sich zu 70 % um T-Shirts meines Mannes handelt. Er meint, er trägt diese eh nur unter dem Pullover. Ich halte dagegen, dass wir zwar nicht reich sind, aber es trotzdem für T-Shirts reicht die keine Löcher haben. Wir haben keinen Platz für kaputte Kleidung und überzeuge dann doch meinen Mann die T-Shirts wegzuschmeißen.

(Apropos T-Shirt: Ich empfehle T-Shirts von der Aldi-Marke Watson. Exzellente Qualität trotz mindestens wöchentlichem Waschen haben sie fast drei Jahre gehalten. Empfehlungen werden gerne angenommen!).

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Rezept zur Fastenzeit – Rosinenbrötchen

Rosinenbrötchen

Pünktlich zur Fastenzeit – Rosinenbrötchen

Die Fastenzeit fängt an. Habt ihr schon ein bisschen für Ostern dekoriert? Osterdekoration bringt für mich den Frühling ein bisschen ins Haus, auch wenn es draußen noch grau ist. Die Zeit der (teuren) Krapfen ist vorbei. Bei unserem Bäcker gibt es nur “Designer-” Krapfen (Erdbeert-Straciatella, etc.). Die kosten fast 3 Euro. Als Familie wären wir dann schon bei fast 10 Euro für eine Nachspeise oder Snack. In meinem Heimatort gab es immer nur Krapfen mit Hagebuttenmarmelade (oder Hiffenmark genannt). Aber das schein regional zu sein. Als ich hier im Süden das erste Mal gefragt habe, ob sie auch Krapfen mit Hagebuttenmarmelade habe, wurde ich ungläubig angesehen. Also fragte ich: “Hiffenmark?” Mit dem Begriff konnte die Dame gar nichts anfangen. Es war als würden wir zwei verschiedene Sprachen sprechen.

Nun ja, die Krapfenzeit ist also vorüber. Daher gibt es heute unser Rezept für Rosinenbrötchen. Natürlich von uns erprobt und mit Tochter zusammen gebacken. Rosinenbrötchen ist für uns ein typisches Fastenzeitessen. Aber ich esse sie auch gerne das ganze Jahr über. Rosinenbrötchen machen satt (meiner Meinung nach der ideale Snack für zwischendurch) und man hat keine klebrigen Finger.

Unser Rezept

Ergibt 12 Rosinenbrötchen und die Zutaten hat man fast immer zuhause.

Zutaten

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Die Fastenzeit steht vor der Tür

Fastenzeit

Noch zwei Tage bis zum Beginn der Fastenzeit

Noch zwei Tage bis zum Beginn der Fastenzeit. Habt ihr vor auf etwas zu verzichten? Ich fühle mich als würde unser Leben in den letzten Jahren auf Status Dauerverzicht laufen. Ich träume immer noch immer von einem richtigen Urlaub. Eine ganz neue Umgebung, neue Gerüche, neue Eindrücke, neue Geschmäcker, und vor allem Sonne. Mir ist aber durchaus bewusst das ich hier auf hohem Niveau meckere. Solange wir ein Dach über unsere Köpfe haben und Essen auf dem Tisch haben geht es uns gut.

Als Kinder haben wir immer auf Süßigkeiten mehr oder weniger verzichtet. Unsere Tochter ist noch zu klein den Sinn zu erfassen. Als Erwachsene habe ich gerade meine Colasucht überwunden (Geld gespart plus weniger Platz für Pfandflaschen werden benötigt!). Ich bin keine Kaffeetrinkerin und Cola war meine Alternative mich wach zu halten und den einen oder anderen langen Tag durchzustehen. Seit ein paar Wochen bin ich also sozusagen clean. Also wäre das auch kein Verzicht mehr. Ich trinke auch nicht großartig Alkohol und rauchen tue ich auch nicht. Also ist das auch vom Tisch. Mein großes Leiden ist Schokolade. Aber auf Schokolade verzichten? Das wäre wirklich schwer. Dafür ist mein Fleisch zu schwach.

Andere Arten des Verzichts

Es gibt Leute denen möchte man nahe legen, doch mal das Smartphone zur Seite zu legen. Und das nicht nur zur Fastenzeit. Aber auch zu der übermäßigen Social-Media-Fraktion gehöre ich nicht. Finde ich zumindest nicht. In letzter Zeit haben wir abends nach 20 Uhr den Fernseher ausgelassen und ich fand es hat mir gut getan, da ich endlich wieder zum lesen gekommen bin. Also 40 Tage kein Abendprogramm? (Vielleicht mit Ausnahme für Tatort Wien und Tatort Münster?) Wir haben noch 48 Stunden uns zu entscheiden. Mein Mann wäre jedenfalls beim Abendprogramm mit an Bord.

Auf was verzichtet ihr? Wie begeht ihr die Fastenzeit?

Unsere Schnäppchen im Januar

Schnäppchen

Alle Jahre wieder…

ist es nach Weihnachten Schnäppchen-Zeit! Ich geh nach Weihnachten mit meinem Mann und unserer Tochter durch die umliegenden Läden und auch in den Ikea. Wir schauen uns nach Weihnachten nach reduzierten Saisonartikeln wie Schokolade um. Schokolade geht immer egal ob es ein Weihnachtsmann oder ein Osterhase ist. Gerne kaufen wir unter anderem auch Kerzen für unseren Adventskranz (wir haben momentan einen Vorrat bis 2020!).

Unser Januar Schnäppchen

Sind dieses Jahr eindeutig das weihnachtliche Geschenkpapier von Ikea. Wir haben letztes Jahr bereits fünf Rollen für jeweils 17 Cent gekauft und diese auch verbraucht (obwohl ich Geschenke gerne kostenlos im Laden verpacken lasse und mir dabei gerne den ein oder anderen Kniff abschaue). Ich dachte günstiger als 17 Cent pro Rolle geht es nicht. Falsch! Continue reading “Unsere Schnäppchen im Januar”

Dieses Jahr gibt es Erlebnisse statt Dinge

Erlebnisse

Die alljährliche Frage

Mitte November fragte mich mein Mann was ich mir zu Weihnachten wünsche. Dazu muss ich vorab sagen, es ist wirklich schwierig für mich einzukaufen. Ich mag Ohrringe, aber nicht unbedingt Ketten. Ich mag Parfüm, aber bitte etwas frisches und kein blumiges. Ich habe eine Liste mit Büchern auf Amazon die ich mir wünsche, aber irgendwie schaut mein Mann trotz Hinweise nicht darauf. Er will mich wirklich überraschen und ich freu mich drauf. Aber in den letzten Jahren ist es einfach schwieriger geworden. Vielleicht weil sich mein Geschmack mehr herausgebildet hat und ich jetzt weiß was mir steht und was nicht und wer ich bin und wer nicht. Es wurde auch Zeit. Ich bin jetzt in den 30ern. Aber zurück zur Frage. Was habe ich geantwortet? Ich möchte Erlebnisse haben. Irgendein Konzert oder Theaterstück plus er muss einen Babysitter besorgen (Babysitter ist das große Hindernis, da wir weit von unserer Familie weg wohnen).

Zeit für eine Änderung

Ich möchte einfach keine (permanenten) Sachen mehr (Parfüm, Essen, alles was man aufbrauchen kann ist super! Mein Vater schenkt mir Wurst!). Zum einen weil wir einfach auf 60 Quadratmetern wohnen, aber zum anderen weil unser Leben so stressig geworden ist. Ich will Zeit. Ich will Erlebnisse, Spaß und Abenteuer. Die Zeit die wir neben Job und Haushalt haben ist sowieso knapp. Ich will wie man im englischen so schön sagt “quality time” mit meiner Familie. Ich will schöne Erinnerungen mit meinen Liebsten erschaffen.

2017 – das Jahr der Erlebnisse
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