Wir kennen es alle: Das Budget steht am Anfang des Monats und wir sprühen vor Motivation. Wir freuen uns darauf, wie hoch diesen Monat unsere Tilgungssumme oder Sparrate ausfallen wird, aber am Ende des Monats kommt die Ernüchterung: Es lief nicht wie geplant. Der Wunsch am Anfang des Monats und die Realität, wenn man sich seinen Kontostand am Ende des Monats ansieht, stimmen nicht überein. Und dann fragt man sich: Tja, woran lag es? Hier kommen drei Ursachen, warum du dein Geld verjubelt hast, statt es zu sparen:

Ursache Nummer 1: Langeweile

Und das ist auch meine persönliche Nummer 1. Ich bin am Warten oder weiß gerade nicht was ich als Nächstes tun muss und greife zum Handy. Ich komme dann von A nach Z. Ganz schlimm ist für mich Amazon oder Kleidung für die Mädchen. Und bevor ich mich versehe, habe ich das Budget ausgeschöpft oder noch schlimmer gesprengt. Ich habe am Jahresende unsere gesamten Käufe auf Amazon durchforstet um die Rechnungen für die Fachbücher (Werbungskosten!) auszudrucken und gemerkt, das die ein oder andere Bestellung echt unnötig war.

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Daher habe ich zum Jahreswechsel alle Shopping-Apps gelöscht. Ja, das war gar nicht so einfach: H & M, Best Secret, Ikea usw. habe ich gelöscht und ja am Ende schließlich auch Amazon. Es ist nun fast Mitte März und es hilft wirklich! Wenn ich nun etwas benötige, muss ich mich erst am Laptop einloggen und überdenke dann die Notwendigkeit doch noch einmal. Probier es aus!

Ursache Nummer 2: Unsicherheit

In den USA gibt es das Sprichwort: “Keeping up with the Joneses.” Lose übersetzt geht es um das Bedürfnis mit den Nachbarn/Kollegen/Freunden materiell mithalten zu wollen. Sei es mit Markenkleidung oder einem neuen Auto. Ich weiß, es ist nicht immer einfach dumme Sprüche zu überhören. Ich habe mit unserem alten Rostauto so einiges gehört. Es stach nun mal heraus (visuell und akustisch). Ich wusste, ich fahre es nicht für immer und irgendwann habe ich ein Auto ohne Rost, Geräusche und mit funktionierender Klimaanlage.

Versteht mich nicht falsch. Würde ich morgen ein tolles Auto allem Schnick und Schnack gewinnen oder einen schönen Dienstwagen bekommen, würde ich auch das Auto natürlich fahren. Aber unser Auto reicht uns. Und hier liegt die Macht. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, wenn einem egal ist, was andere denken. Das wurde mir zum ersten Mal bewusst, als wir mit der Schuldentilgung angefangen haben. Ich muss mich nicht rechtfertigen, warum ich kein Marken-T-Shirt anhabe oder keinen BMW fahre. Das ist (neben der Schuldenfreiheit) das beste Gefühl auf der Welt. Ich bin niemandem eine Erklärung schuldig über meinen Lebensstil. Es geht mich nichts an was andere über mich denken.

Schuldenfreiheit, Ursachen Geld verschwenden
Unser alter Mazda (der uns fast bis zur Schuldenfreiheit begleitet hat)

Ich habe einmal gelesen, du bist die Summe der fünf Menschen, mit denen du deine meiste Zeit verbringst. Die richtigen Freunde können dich unheimlich motivieren oder der falsche Freundeskreis kann dein Untergang sein. Wir haben Gott sei Dank Freunde gefunden, die keinen Wert auf ein brandneues Auto legen und sich so kleiden wie wir. Es hat lange gedauert diese Menschen zu finden und umso dankbarer bin ich, dass wir sie in unserem Leben haben. Wenn du das Gefühl hast, Geld ausgeben zu müssen um mit deiner Umgebung mitzuhalten, überdenke deine Umgebung.

Ursache Nummer 3: Stress

Wer kennt es nicht? Arbeitstermine, Hobbys der Kinder und dann noch Stau. Man kommt nach einem langen Tag nach Hause und hat keine Lust mehr zu kochen und Brot ist auch keines mehr im Haus. Man greift zum Telefon und bestellt. Dann sind locker 30 Euro und mehr weg für eine Familie. Und wenn, dass dann mehrmals im Monat passiert kommt da ganz schön etwas zusammen. Oder man ist unterwegs und hat vergessen zu planen. Dann kommt der Durst oder der Hunger und es wird gequengelt. Besonders mit Kindern ist das ein Graus für jedes Budget.

Stress entsteht, wenn die Routine nicht läuft wie geplant. Bei uns war es so, dass wir unterwegs immer eine Flasche Wasser gekauft haben und uns darüber geärgert haben. Seit einigen Jahren haben wir z. B. immer unsere kleinen wiederbefüllbare Wasserflaschen in der Tasche und eine Flasche Wasser für den Notfall im Auto. Auf längeren Strecken packe ich zudem noch Müsliriegel ein. So müssen wir nicht auf der Autobahn eine teure Semmel kaufen, bis wir etwas Passendes gefunden haben oder unser Ziel erreicht haben. Ebenso haben wir für den Notfall immer eine gepackte Windeltasche im Auto (hoffentlich demnächst ohne Windeln). Diese kleinen Sonderausgaben häufen sich einfach mit der Zeit. Planung und Vorbereitung ist der Schlüssel.

Welche Ursachen bringen dich zum ungeplanten Geld ausgeben?

Bild: Canva

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