Tipps für euer Budget – Fixe und variable Kosten

Vor einiger Zeit haben wir euch bereits unsere Vorlage für unser Haushaltsbudget vorgestellt. Heute geht es darum wie wir für unsere fixen und variablen Kosten planen. Vorab: Jeder Haushalt ist anders. Und jede Familie muss für sich herausfinden auf welche Posten sie besteht und Wert legt. Für uns ist es zum Beispiel wichtig eine gute Internetverbindung und Mobilfunkverbindung zu haben, da mein Mann momentan einmal pro Woche von zu Hause aus arbeitet. Trotzdem behalten wir die Kosten dafür im Auge und haben jetzt schon einige Anbieter hinter uns.

Unterschied Fixkosten und variable Kosten

Fixkosten bleiben im Schnitt Monat für Monat gleich. Diese Kosten ändern sich zwar auch über größere Zeitabschnitte, aber nicht monatlich. Zu unseren Fixkosten gehört u.a. unsere monatliche Miete. Diese steigert sich leider immer zum 1. Januar. Da dies jedoch konstant passiert, wissen wir, wie viel wir die nächsten 12 Monate zahlen müssen. Weitere Fixkosten sind unter anderem unsere Stromkosten, Internet, Versicherungen die ihr monatlich zahlt z.B. Risikolebensversicherung, Abos, Mitgliedsbeiträge (wir zahlen für Ballett- und musikalische Früherziehung monatlich), und Kindergartengebühren. Fixkosten könnt ihr in der Regel von Monat zu Monat aus eurem letzten Budget übernehmen.

Kosten die für uns fix sind

Wir haben ein monatliches Essensbudget. Aus diesem Budget zahlen wir Essen, Getränke sowie Drogerieartikel. Wir nehmen das Geld zum Monatsanfang heraus und legen es in einem Umschlag zu Seite. Für den Wocheneinkauf nehmen wir dann ca. ein Viertel aus dem Umschlag. Wir hatten auch schon Monate, in welchen wir das Geld auf dem Konto gelassen haben und es ist für uns dann um einiges schwieriger den Überblick zu bewahren. So wie es uns im Juni passiert ist. Nur Bares ist Wahres. Wenn ihr Probleme habt euer Budget in einer Kategorie einzuhalten, entnehmt den Betrag bar von eurem Konto.

Unregelmäßige Fixkosten nicht vergessen

Es gibt einige unregelmäßige Kosten, die nicht jeden Monat im Budget auftauchen und deshalb oft vergessen werden. Ganz oben auf meiner Liste gern vergessener Kosten: GEZ-Gebühren. Am besten macht ihr eine Erinnerung in euren Kalender, damit ihr diese nicht vergesst. Genauso sind jährliche oder zweijährliche Steuern und Gebühren wie die KFZ-Steuer, TÜV-Gebühren, Hundesteuer, etc. nicht zu vergessen.

Variable Kosten

Variable Kosten sind schon ein bisschen kniffliger. Diese Kosten ändern sich von Monat zu Monat. Daher ist es besonders wichtig am Monatsanfang ein neues Budget zu erstellen. Neuer Monat, neues Budget! Den kein Monat ist wie der vorherige Monat. Wir setzen uns zusammen und gehen unseren Kalender durch. Da sehen wir zum Beispiel Geburtstage, für die wir planen müssen oder anderweitige Verpflichtungen. Für Kleidung setzen wir uns auch zum Monatsanfang ein Budget. Zum Saisonwechsel häufig ein bisschen mehr und zwischendurch ein bisschen weniger. Wir erhöhen unser Kleiderbudget zum Beispiel, wenn im August der inoffizielle Sommerschlussverkauf stattfindet und wir Kleidung für unsere Tochter in der nächst größeren Größe für das kommende Jahr kaufen. Wenn das Kleidungsbudget aufgebraucht ist, ist für uns auch Schluss mit Geld ausgeben (auch wenn das manchmal weh tut).

Unsere variable Kosten im Überblick

Amazon & Sparabo

Wir kaufen einige Sachen im monatlichen Turnus. Darunter zum Beispiel auch Windeln für unsere kleine Tochter. Ich gehe Mitte des Monats die Liste durch und verschiebe auch schon einmal Lieferungen, wenn ich sehe das wir bestimmte Dinge (z. B. Salz für die Spülmaschine) momentan nicht benötigen. So wissen wir schon bevor wir uns hin setzten, um unser Budget durchzugehen, wie hoch die Rechnung sein wird. Dazu zählen wir auch Sachen, wie Geschenke oder Bücher, die wir im kommenden Monat benötigen und dann einmal am 1. des Monats bestellen.

Handyverträge

Wir haben einige Provider durch. Wir haben günstigere Anbieter genutzt und es war eine Katastrophe! Mein Vater wurde operiert und ich musste mich dreimal zur Ärztin durchstellen lassen, weil die Verbindung immer wieder zusammen brach. Und das im Ballungsraum! Dazu kommt noch, dass mein Mann mindestens einmal die Woche Homeoffice macht und daher auch telefonisch erreichbar sein muss, falls die Internetverbindung spinnt (kaum zu glauben im Jahre 2019). Wir zahlen pro Anschluss ca. 25 Euro. Nachdem wir, wie geschrieben, jedoch einige Anbieter über die Jahre durch gemacht haben, ist es unser derzeitiger Anbieter wert. Da wir kein Festnetztelefon besitzen, ist es uns wichtig im Notfall eine gute Verbindung zu haben.

Entertainment

Hier kommt rein alles, was Spaß macht; Schwimmbadbesuche, Museen, Ausflüge (Sprit kommt in die Spritkategorie), essen gehen an unserem Hochzeitstag, etc. Wir suchen auch oft nach kostenlosen oder günstigen Möglichkeiten aus dem Haus zu kommen. Wenn das Geld aufgebraucht ist, ist es weg und wir geben auch nichts mehr aus. Und ich muss sagen, am Monatsende ist auch nichts mehr übrig in dieser Kategorie.

Auto – Benzin

Unter der Kategorie befinden sich, je nach Monat, mehrere Punkte: Zum einen haben wir eine Kategorie für Sprit. Wenn wir nicht planen, meine Familie zu besuchen nehmen wir pro Monat 100 Euro raus. Das sind ca. 2 Tankfüllungen (wir fahren den Tank nicht leer, da sich unten im Tank Schmutzpartikel absetzen und diese so den Motor beschädigen). Mit den 100 Euro kommen wir auch aus. Ich habe eine Klammer im Geldbeutel mit einem kleinen Papier auf dem Benzin steht. Das Geld ist dann auch wirklich nur für Benzin. Da wir unseren Monat von vorne herein planen wissen wir wie viel wir fahren werden. Wenn wir zu meiner Familie fahren, erhöhen wir diese Kategorie. Natürlich wissen wir nicht auf den Liter genau wie viel wir verbrauchen, aber für die letzten Jahre hat es wirklich funktioniert und natürlich war der Tank mal mehr oder weniger gefüllt zum Monatsende.

Auto – Reparaturen/Ersatzteile

Reparaturen und Ersatzteile haben wir ebenso ins Budget geschrieben. Wenn wir das Auto wirklich benötigt haben und die Reparatur konnte nicht bis zum nächsten Monat warten, haben wir das Geld aus unserem Notgroschen in Schritt 1 geholt, und im folgenden Monat ins Budget geschrieben. Das Geld haben wir dann zurück auf unser Sparbuch gelegt.

Auto – TÜV

Der TÜV ist zwar nur alle zwei Jahre fällig, aber kann auch das Budget sprengen, besonders wenn das Auto älter ist. Daher haben wir um besser planen zu können den TÜV auch schon einmal vorgezogen um die Reparaturen über mehrere Monate aufteilen zu können.

Kleidung

Unser Kleidungsbudget ändern wir von Monat zu Monat. Wir erhöhen es oft im August, wenn der (inoffizielle) Sommerschlussverkauf stattfindet. Dann kaufe ich Kleidung für unsere Töchter. Ihre Größe im kommenden Jahr konnte ich bisher ohne Probleme abschätzen. Im letzten Jahr habe ich es dann noch einmal im Oktober erhöht, da mein Mann eine Winterjacke benötigt hat. Wenn das Geld im Budget ausgegeben ist, dann ist auch Schluss. Wenn wir etwas sehen, dass wir gerne hätten warten wir bis zum kommenden Monat. Wir hatten auch schon Monate mit einem Kleidungsbudget von null.

Persönliches

Diese Kategorie stellt eine Art Taschengeld für Sachen, die wir zwischen durch Kaufen dar, aber in keine Kategorie passen wie z. B. Kosmetik, Bücher, Zeitschriften, oder für meinen Mann elektronische Artikel.

Verbesserungspotential erkennen

Wir schauen regelmäßig unser Budget durch nach Posten mit Verbesserungspotential. Ich bin ehrlich, mit wachsendem Einkommen über die letzten Jahre, ist es manchmal schon wirklich schwierig sich nicht mehr zu leisten. Für ein paar Monate haben wir z. B. das Audible Abo* abgeschlossen. Wir lieben Hörbücher! Aber wir haben jetzt auch im letzten Sprint Richtung Schuldenfreiheit einsehen müssen, dass wir das Geld momentan besser in die Schuldentilgung stecken sollten. Wir werden sehen, ob wir es nach der Schuldentilgung wieder aktivieren.

Laufende Verträge für KFZ-Haftpflicht, Haftpflichtversicherung, Hausratsversicherung und Strom überprüfen wir ebenso regelmäßig.

Welche Punkte nicht in unserem Budget auftauchen

Festnetztelefon

“Kein Schwein ruft mich an..” Wer kennt dieses Lied noch? Als wir erkannt haben, dass wir nur noch von Verkäufern auf dem Festnetz angerufen werden, haben wir das Festnetztelefon abgeschafft. Eventuell schaffen wir uns ein Festnetztelefon später wieder an, wenn unsere Kinder alt genug sind alleine zu Hause zu bleiben.

Kabelfernsehen

Wir sind gezwungen über unsere Nebenkosten 10 Euro für das Basispaket Kabelfernseher abzugeben. In den USA hatten wir eine Antenne für ein vergleichbares Paket und hatten so keine laufenden Kosten. Wir benötigen nicht viele Sender. Wir schauen “Die Sendung mit der Maus” und vereinzelt Tatort (wie toll ist den das Team aus Wien?!) und dafür zahlen wir GEZ (auch die taucht in regelmäßigem Abstand in unserem Budget auf).

Aus Erfahrung wird man schlauer

Wir machen unser monatliches Budget seit mehreren Jahren. Also keine Sorge, wenn es am Anfang nicht auf anhieb klappt! Für Notfälle habt ihr aus Schritt 1 euren Notgroschen. Mit jedem Monat wird es einfacher euer Budget zu erstellen. Die meisten Fixkosten ändern sich nicht und die variablen Kosten kann man mit der Zeit immer besser einschätzen. Überraschungen werden weniger und weniger mit der Zeit. Für saisonale Ausgaben wie Weihnachten haben wir ein Weihnachtsbudget für euch erstellt. Wenn ihr Geschenke das ganze Jahr über kaufen möchtet, dann schreibt einen festen Betrag in euer Monatsbudget und legt ungenutztes Geld in einen Umschlag für Geschenke. Dann ist es im November und Dezember kein all zu großer Brocken an Ausgaben.

Welche Punkte in eurem Budget sind für euch am schwierigsten zu erfassen?

Foto: Canva

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