Gartensaison 2017 – ein Rückblick

The good, the bad, the ugly

So, die Gartensaison ist vorbei. Als sparsame Familie haben wir vor drei Jahren angefangen Gemüse, Kräuter und Früchte anzupflanzen. Damals hat mein Mann ein kleines Beet von ca. 1,20 m auf 1,20 m gebaut. Er hat Holzlatten zusammen genagelt und mit etlichen Säcken Erde gefüllt. Wie bereits in den letzten Jahren teile ich gerne wie es bei uns in diesem Jahr lief.

Was haben wir in diesem Jahr angebaut?

Am Anfang der Gartensaison haben wir vom Wochenmarkt Tomatenpflanzen und sechs Salatpflanzen (20 Cent je Kopf) gekauft. Die Tomatenpflanzen haben wir Blumentöpfen versetzt und die Salatköpfe in zwei Fensterkästen. Wir haben drei Päckchen mit Saatgut gekauft: Bohnen, Zucchini, und Karotten. Außerdem haben wir mehrere Korianderpflanzen eingepflanzt (wir kochen leidenschaftlich gerne mexikanisch und da ist Koriander ein muss, ebenso bei einigen asiatischen Gerichten). Dazu kam noch Basilikum und Rosmarin.

Das Gute

Am meisten Freude hat mir dieses Jahr, wieder einmal, mein schwarzer Johannisbeerstrauch gebracht. Den habe ich vor drei Jahren vor der Terrasse eingegraben und er bringt mir seitdem jedes Jahr herrliche Früchte. Ich liebe es im Juli morgens frische Beeren für mein Müsli zu pflücken, welches ich mit auf die Arbeit nehme. Ich wünschte ich könnte noch mehr Sträucher pflanzen. Das einzige was ich nach der Ernte machen muss ist die Zweige zurück schneiden. Dafür gibt es mehrere gute Anleitungen online.

Auch gut gingen die Tomaten. Allerdings ist der Aufwand für den Kauf und das Einpflanzen nicht den Ertrag von ein paar Tomaten wert. Da bekomm ich für drei Euro mehr Tomaten als ich geerntet habe. Aber der Geschmack war vorzüglich. Nachdem jedoch immer nur eine oder zwei Cherrytomaten gleichzeitig reif waren, war es eher ein Snack im Garten als ein Beitrag zum Kochen.

Die Kräuter sind auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz gekommen und haben uns Freude bereitet. Zumindest das Basilikum und der Rosmarin sind kräftig am wachsen.

Das Schlechte

Der Koriander ist dieses Jahr sehr empfindlich gewesen und immer wieder nach zwei Tagen eingegangen. Obwohl wir uns am Markt beraten haben lassen und den Anweisungen gefolgt sind. Ich war besonders frustriert, da ich Koriander einfach in meinen mexikanischen Gerichten benötige.

Die Misere

Was nichts geworden ist sind die Bohnen, Karotten und Zucchini. Wir haben null Karotten, eine Bohne, und eine Zucchini geerntet. Leider war die Zucchini von einer Schnecke (nehme ich zumindest stark an) ausgehöhlt. Dabei waren wir überaus enthusiastisch weil die Zucchinipflanzen richtig groß geworden sind. Misstrauisch wurde ich als mein Kollege schöne große Zucchini aus seinem Garten für uns mit gebracht hatte (welche auch noch lecker schmeckten). Während unsere Zucchini eher an einen langen dürren Finger erinnerten.

Fazit Gartensaison 2017

Nun zum Trauerspiel. Wie gesagt nachdem die einzige Zucchini, welche auch noch von einer Schnecke vernascht wurde, nichts wurde, haben wir beschlossen das Beet ein zu ebnen. Wir haben es jetzt drei Jahre versucht und entweder ist unsere Erde hier nicht für den Gemüseanbau geeignet oder wir haben einfach keinen grünen Daumen für Gemüse. Das Holz ist jetzt langsam auch verrottet, also haben wir beschlossen kein Geld und Mühe mehr einzustecken.

Was wir jedoch weiter machen werden sind eventuell Tomatenpflanzen wieder in Blumentöpfen anzupflanzen, Kräuter in meine Kräutertreppe einzusetzen und natürlich wieder Johannisbeeren zu ernten. Wäre es mein eigener Garten hätte ich Apfelbäume, vielleicht auch einen Haselnuss, und ganz viele Johannisbeersträucher. Ich glaube, meine Gabe liegt eher beim Obst (also was alleine wächst und meine Liebe nur begrenzt benötigt).

Wie lief es bei euch in dieser Gartensaison? Was konntet ihr Leckeres ernten?

One Reply to “Gartensaison 2017 – ein Rückblick”

  1. Wir haben eine Eigentumswohnung in einem 6 Familienhaus, alles andere ist hier in der Gegend leider unbezahlbar, es sei denn, du magst rund 350.000,00 für ein Reihenmittelhaus in Hasenkäfiggröße direkt an der Bahn investieren… 🙁
    Da war die Eigentumswohnung eine gute Alternative um etwas für unsere Altersversorgung zu schaffen und den Kindern später einen Grundstock zu vererben. Hat auch den Vorteil, dass z.B. Die Kosten für ein neues Dach oder einen neuen Heizkessel auf 6 Eigentümer geteilt wird. Natürlich hätte ich gerne ein freistehendes kleines Einfamilienhaus, aber das ist ohne Umzug in ländlichere Randgebiete nicht drin und das mag ich den Kindern auch nicht zumuten… Zumal mein Mann als geborenes Großstadtkind es eh nicht mitmachen würde – für den war der Umzug in unsere rund 28.000 Einwohnerstadt ja schon ein Kompromis….

    Allerdings haben wir vor 5 Jahren den Schrebergarten meines Vaters ohne Abschlagszahlung überschrieben bekommen. Klar kostet der jährlich Pacht mit Strom und Wasser, ist aber toll… Gerade als die Kinder kleiner waren, haben wir dort viel Zeit mit ihren Freunden verbracht… Als Teenager setzt man andere Prioritäten, aber den dieses Jahr bei Aldi erstandenen großen Pool haben sie auch gerne mit ihren Freundinnen genutzt (lach) und für unsere Hunde ist der Garten auch toll zum Toben..

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