Hometour – Unsere 60 Quadratmeter Wohnung

Wie auf Instagram versprochen, gibt es heute unsere Hometour. Wir zeigen euch hier Bilder unserer alten, 60 Quadratmeter großen Wohnung, aus welcher wir nach fast sieben Jahren im Dezember ausgezogen sind. Tretet herein! Eure Schuhe könnt ihr anlassen:

Ein paar Fakten vorweg

Als wir eingezogen sind, waren wir zu zweit mit unserem Labrador. 60 Quadratmeter waren absolut ausreichend für uns damals. Aber zu viert, bis letzten Februar dann noch mit unserem großen Labrador war es eine Art Tetris dort zu leben und die Vorfahrtsregelung für uns Menschen war rechts vor links (der Hund es bis zum Ende nicht akzeptiert und uns gnadenlos die Vorfahrt genommen).

Über die Jahre hinweg wurde die Miete immer wieder erhöht, trotz massiver Probleme, welche nicht gelöst werden konnten. So hat sich das Wasser in der Dusche von lauwarm auf heiß innerhalb von Sekunden aufgeheizt. Es ging teilweise so schnell, dass man nicht zur Seite springen konnte und man mit roter Haut die Dusche verließ. Dieses Problem gab es seit Jahren im gesamten Straßenzug laut Hausmeister. Daher wurde uns ein Mietnachlass gewährt. Auch gab es einen Setzungsschaden an den Fließen. Ein Riss hat sich über mehrere Fließen im Badezimmer unter der Decke gezogen. Der Hausmeister meinte jedoch, es würde kein Handwerker wegen drei Fließen zu uns kommen. Am Ende haben wir nach der Kürzung für 60 Quadratmeter knapp 1.000 Euro Miete gezahlt. Unsere Nachmieter werden ca. 1.300 Euro Warmmiete zahlen.

Der Flur

oder auch Ankleidezimmer und Garderobe. Auf 60 Quadratmeter haben wir wirklich jeden Quadratzentimeter bis unter die Decke ausgenutzt. Meine Fotos sind keine Meisterleistung, ich habe sie in mitten der Renovierung geschossen (und für 2020 habe ich mir vorgenommen endlich ein paar Kurse zum Thema Fotografie zu belegen). Ihr seht hier unsere Eingangstür. Rechts stand unser Kleiderschrank (2,36 m hoch damit wirklich kein Stauraum verloren geht). In dem Kleiderschrank waren nicht nur die Kleidung von meinem Mann und mir, sondern auch noch Handtücher, Bettwäsche, sowie die Unterwäsche, Sportkleidung und Badekleidung unserer großen Tochter.

Übrigens habe ich diesen dunklen Teppich gehasst! Mein Mann hat in den letzten Jahren Asthma bekommen und wir haben sogar angeboten den Teppich selbst gegen Laminat auszutauschen. Das wurde leider von der Hausverwaltung abgelehnt. Der Teppich war beim Einzug schon 10 Jahre alt und er hat die Wohnung einfach dunkel gemacht. Wir mögen es eher hell und freundlich.

Rechts ab: Das Bad

Wie gesagt, für uns zwei war es okay. Aber mein Mann hat zum Ende hin die Krise bekomme. Drei Menschen, die sich eine Toilette teilen und anscheinend immer zur gleichen Zeit müssen. Ist es bei euch genauso? Was man nicht sieht ist, dass die Badewanne innen richtig hoch ist. Das heißt, man muss sich beim Aussteigen gut fest halten. Es war immer wie ein Sprung, wenn man diese verlassen wollte. In der Badewanne haben wir auch geduscht.

Und hier noch das Waschbecken. Für weiteren Stauraum hatten wir einen Spiegelschrank aufgehängt und einen Waschbeckenunterschrank. Was soll ich sagen, mein Mann lebt mit drei Frauen. Irgendwo müssen Haartrockner, Haarspangen & Co hin.

Leider hatte das Bad auch kein Fenster. Das Lüftungssystem war sehr schwach und auch hier hat uns der Hausmeister nur vertröstet, dass dies in allen Wohnungen so sei. Wir haben also nach dem Duschen über die Schlafzimmer entlüftet. Die Lampe vor dem Badezimmer war nach ein paar Jahren verrostet und musste ersetzt werden.

Das Kinderzimmer

Das Kinderzimmer ist auf unserer Hometour eigentlich das einzige richtige Schlafzimmer, da sowohl ein Bett als auch ein Schrank reinpassen würde. Als wir eingezogen sind, war es auch unser Schlafzimmer. Später haben wir es mit unseren Mädchen getauscht, damit die zwei mehr Platz zum Spielen haben. In diesem Zimmer standen also zwei Kinderbetten, eine Kommode und ein Regal sowie natürlich diverse Spielsachen wie die Spielküche der Großen. Links neben der Steckdose war noch ein Fenster zu unserem Garten.

Unser Schlafzimmer

Unser Schlafzimmer hatte nur Platz für unser Bett (1,80 m breit), den Schaukelstuhl um unsere Tochter in den Schlaf zu wiegen und an der Wand hinter der Tür haben wir noch Regale angebracht für unsere Schuhe. Ein Kleiderschrank hätte nicht in das Zimmer gepasst.

Die Küche

Die Küche war eigentlich eine Kochnische. Auf der linken Seite hatten wir noch ein Regal um Lebensmittel zu lagern. Wie man sieht, war die Küche zum Ess-/Wohnzimmer hin offen. Auf den Schränken waren noch Vasen, Bräter, Kuchenbehälter etc. gelagert.

Gegenüber vom Herd war jedoch in der Wand noch eine Tür. Diese haben wir herausgenommen und dort unsere Waschmaschine und Trockner gestapelt. Neben der Spülmaschine, also eigentlich schon im Wohnzimmer stand dann unser Kühl-und Gefrierkombi. Wie gesagt, für zwei Leute okay, aber für eine Familie einfach unpraktisch. Das heißt unsere Waschmaschine und Trockner war dann im Wohnzimmer. Wenn die Waschmaschine im Schleudergang war hat man den Fernseher bzw. das Radio kaum noch gehört.

Das Esszimmer

Weiter geht es auf unserer Hometour. Das Esszimmer war offen zu der Küche und zum Wohnzimmer. Man kam gerade so um unseren kleinen runden Esstisch herum. Wir hatten zu dem Esstisch drei Stühle und einen Hochstuhl. Wir haben ja schon einmal erzählt, dass Besuch bei uns in Schichten gegessen hat, oder man hat es sich mit den Tellern auf dem Sofa gemütlich gemacht. Platz für einen Couchtisch gab es nämlich nicht. Wie gesagt, das ist cool und lustig, wenn jung ist und seine erste Wohnung gerade bezogen hat. Für eine Familie war es einfach unschön. Im Sommer hatten wir zumindest draußen einen Tisch mit Bänken für vier Personen plus unseren Kindern.

Unser Wohnzimmer

Hier ist die vorletzte Station unserer Hometour: Das Wohnzimmer. Das erste Bild ist die Sicht von unserem Flur in das Wohnzimmer. In der Tür stand unsere Waschmaschine und unser Trockner. Das Layout der Wohnung war einfach komisch. Im zweiten und dritten Bilds seht ihr unser Wohnzimmer. In Bild 2 seht ihr wo unsere Möbel standen und unser Fernseher hing. Gegenüber (Bild 3) stand unser Sofa. In der Mitte des Raumes stand dann noch der Laufstall. Es war kaum noch ein Durchkommen.

Der Garten

Wir sind nun am Ende unserer Hometour angekommen. Hier ein Bild unseres Gartens. Auf der Terrasse stand noch unser Grill (BBQ!), zwei Liegestühle und zwei Bänke mit einem Tisch. Dazu hatten wir noch eine Schaukel im Garten und unseren Kompost. Auch eine selbstgebaute Kräutertreppe stand neben der Terrasse. Um den Garten haben uns viele Nachbarn beneidet. Er schaut aus der Sicht nicht groß aus, aber es war der größte im ganzen Straßenzug. Wir haben oft noch im Sommer ein kleines Planschbecken aufgebaut und viele schöne Stunden draußen verbracht.

Leben auf kleinstem Raum: Hacks

Es gab einige Verbote: Keine Vogelhäuser, keine Kohlegrills und im eigenen Kellerabteil durften keine Reifen gelagert werden. Einlagern hätte uns Geld gekostet, also haben wir in den Sommermonaten einen Beistelltisch aus den Reifen gebaut und so das Problem gelöst. Bei dem nächsten Reifenkauf sind wir dann auf Ganzjahresreifen umgestiegen. Die Minze im Glas hatte ich übrigens von meiner Kräutertreppe geerntet.

Ich hoffe euch hat unsere Hometour gefallen!

Bild: Canva

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