Autoreparatur DIY – Edition Motorwarnleuchte

Unverhofft kommt oft – das Warnlicht geht an

An einem Samstag Ende April auf dem Weg zu Ikea, ging unverhofft ein Warnlicht im Auto an. Wir sind ganz ruhig geblieben (okay, mein Mann bleibt immer ruhig, ich schiebe normalerweise Panik) und ich habe das Betriebshandbuch herausgeholt. Es war die Motorwarnleuchte. Im Handbuch stand: Langsam fahren und die nächste Werkstatt aufsuchen.

Keine Panik – wir haben unseren Notgroschen

In der Vergangenheit hätte ich schon vierstellige Euro-Beträge wegschwimmen gesehen. Aber ich habe gewusst, wir haben unseren Notgroschen und es war sowieso Wochenende (plus Feiertag und zwei Urlaubstage). Wir hatten also Zeit einen Plan zu schmieden. Ich habe auf meiner lokalen Facebookgruppe nach Empfehlungen für eine vertrauenswürdige Werkstatt in unserer Stadt gefragt und auch erhalten. Leider ist dort niemand ans Telefon gegangen (was angeblich typisch für die Werkstatt ist). Will ich jemanden mein hart verdientes Geld geben, der es noch nicht mal nötig hat meinen Anruf entgegen zu nehmen? Nein.

Selbst ist die Familie Heller-Pfennig

Mein Mann hat ein Diagnosegerät gekauft und sich selbst an die Arbeit gemacht. Diagnose: Neue Zündkerzen und ein Klopfsensor muss ausgewechselt werden. Mein Mann hat also online alle Ersatzteile bestellt am selben Tag bestellt.

Kosten:

Diagnosegerät: 38 Euros

Zündkerzen: 33,92 Euros

Klopfsensor: 56,08 Euro

Die darauffolgenden Woche bin ich jeweils mit einem Gebet auf die Arbeit und wieder nachhause gefahren. Die Teile waren bis zum Wochenende da und mein Mann hat sich an die Arbeit gemacht diese auszutauschen. Er hatte für den Job schon alle Werkzeuge, also mussten wir keine weiteren dazu kaufen. Um alle Zündkerzen und den Sensor auszutauschen hat er zwei Stunden benötigt (unser neugieriges Kind hat die Arbeit ab und zu unterbrochen und sich zeigen lassen was Papa genau macht). Die Motorwarnleuchte war nach der Reparatur sofort erloschen.

Was wir gespart haben

Autoreparatur.de schätzt die Kosten für den Wechsel der Zündkerzen für Material auf 70 bis 90 Euro und den Arbeitsaufwand auf 50 bis 150 Euro. Das heißt in der Werkstatt hätte uns eine Rechnung zwischen 120 und 240 Euro geblüht. Rechne ich das Diagnosegerät nicht mit ein, da wir es beim nächsten Aufleuchten einer Lampe wieder benutzen können haben wir also zwischen 86,08 Euro und 206,08 Euro gespart!

Nach einigem Googlen hätte uns der Austausch des Klopfsensors in der Werkstatt wohl auch 150 Euro gekostet. Also auch hier haben wir gut 100 Euro gespart.

Bei dem Gedanken alleine, dass wir fast 400 Euro für die Reparaturen in der Werkstatt hätten lassen müssen schaudert es mir. Dank meines handwerklich begabtem Mannes, Youtube und Google hatten wir nur die Materialkosten von 90 Euro zu begleichen und wir konnten es auch noch ins Mai-Budget mit aufnehmen und mussten nicht mal unseren Notgroschen nutzen. Ich fahr mit dem Auto jetzt wieder seit drei Wochen auf die Arbeit und es läuft rund, die Motorwarnleuchte ist aus, und ich fühle mich sicher.

 

Welche Reparaturen habt ihr in letzter Zeit selbst gemeistert? Wie viel konntet ihr sparen?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *