2020 war für uns alle ein verrücktes Jahr. Steuerlich war es für uns das absolute Chaos. Bisher hatten wir unsere Steuererklärung (oder sollte ich sagen Steuererklärungen) immer selbst fertiggestellt und eingereicht. Aber wir wissen, wo unsere Grenzen liegen und zahlen diesmal gerne für professionelle Hilfe und gönnen uns einen Steuerberater. Falls ihr noch keinen Steuerberater für eure Einkommenssteuererklärung an eurer Seite hattet, könnt ihr jetzt nachlesen wie unser erster Besuch beim Steuerberater ablief:

Warum wir bisher keinen Steuerberater genutzt haben

Bisher war unsere Steuererklärung ziemlich einfach: Zwei Gehälter, zwei Kinder (Kitagebühren), Versicherungen und unsere Zinsen für die Studienkredite konnten wir absetzen. Jetzt für 2020 zum letzten Mal, denn wir sind ja schuldenfrei! Dazu noch Pendlerpauschale, Werbungskosten, etc. Wir haben bisher diese Software genutzt und hatten keine Probleme. Den Zeitaufwand würde ich auf ca. zwei Stunden schätzen. Wir haben die Steuererklärungen unter uns aufgeteilt. Ich mache unsere Steuererklärung für Deutschland und weil die USA auch noch eine von ihren Staatsangehörigen möchte, übernimmt dies mein Mann für uns.

Warum wir für das Steuerjahr 2020 einen Steuerberater benötigen

Wer uns schon länger folgt, weiß, dass der Arbeitgeber meines Mannes Anfang 2020 insolvent wurde. Das heißt wir haben mehrere Gehälter nicht erhalten und der Arbeitgeber hat keine Sozialversicherungsbeiträge mehr abgeführt. Die Krankenkasse möchte von meinem Mann rund 900 Euro (AG- und AN-Anteil) daher haben und das hängt noch immer über uns wie eine dunkle Wolke. Als die Herren im dunklen Anzug ins Büro kamen und die Botschaft damals verkündet haben, wurde den Angestellten gesagt, sie sollen weiter arbeiten, da das Insolvenzgeld einspringt. Pustekuchen! Das Insolvenzgeld greift nur drei Monate rückwirkend und der Antrag wurde erst im Juni gestellt. Man kann sich nur auf sich selbst verlassen. Darum sind Rücklagen so unglaublich wichtig. Mein Mann hatte das Glück und zum 1. März eine neue und sogar besser bezahlte Stelle (bevor die Pandemie über uns einbrach und ich in Kurzarbeit musste).

Da das Insolvenzverfahren weiter am Laufen ist, ist die Rechnung der Krankenkasse erst einmal ausgesetzt. Aber da wir keine Ahnung haben, wie wir (und ob wir) die Verluste aus den nicht-gezahlten Gehältern abschreiben können, möchten wir mit einem Steuerberater reden. Des Weiteren haben wir nun zum ersten Mal auch offiziell ein Homeoffice. Außerdem möchten wir einfach mal unsere gesamte Steuersituation besprechen und hoffentlich den ein oder anderen Weg zur Optimierung finden.

Was wir erwarten

Durch die Kurzarbeit (Progressionsvorbehalt) nehmen wir stark an, nachzahlen zu müssen. Jedoch können wir auch zum ersten Mal ein Homeoffice absetzen. Die Insolvenz ist unsere Wild-Card. Wir wären glücklich bei null herauszukommen. Wir wollen 2020 einfach nur hinter uns lassen.

Die Vorbereitung auf den Termin mit unserem Steuerberater

Am Telefon wurde uns gesagt, wir dürfen unsere Steuererklärung von 2019 mitbringen. Dazu habe ich noch eine Sammelmappe in welcher ich Rechnungen von Büchern, Büromitteln, Versicherungen, etc. aufbewahre. Ich habe alles geordnet und beschriftet und der Steuerberater war dafür auch dankbar. Vergessen und nachgereicht habe ich noch unsere Spendenbelege für Brotzeit e. V. und Sternstunden e. V..

Die Kosten für den Steuerberater

In unserem Budget für März haben wir 300 Euro eingeplant. Da wir schuldenfrei sind, sind wir flexibel, falls es etwas mehr sein sollte. Die Kosten können wir ja auch wieder geltend machen in unserer Steuererklärung. Ich bin einfach nur froh, dass dieser Kelch an mir dieses Jahr vorbeigeht und wir uns das leisten können. Wenn wir die Rechnung haben, werde ich diesen Artikel aktualisieren.

Wie der Termin ablief

Der Termin lief angenehm und entspannt ab. Wir haben ca. 45 Minuten über unsere Einkommenssituation geredet und sind die Belege durchgegangen. Wir haben noch am selben Abend per E-Mail fehlende Informationen weitergeleitet und sogleich Antwort erhalten. Was für ein Einsatz!

Das Ergebnis der Steuererklärung

Der Steuerberater konnte uns aufgrund der verschiedenen Faktoren noch nicht sagen, wie es ausgehen wird. Das Ergebnis werden wir in ein paar Wochen erhalten. Aufgrund der Corona-Hilfen ist die Kanzlei natürlich mit Arbeit eingedeckt, aber wir sind einfach nur froh kompetente Hilfe zu erhalten. Ich bin froh, wenn wir 2020 auch finanziell abschließen können.

Unsere Tipps für euren ersten Termin beim Steuerberater

Macht auf jeden Fall frühzeitig einen Termin aus. Wir haben unseren bereits im November gesichert. Viele Steuerberater in unserer Gegend hatten keine Kapazitäten mehr und unsere Freunde sind teilweise leer ausgegangen. Außerdem ist es hilfreich vorab schon einmal alle Belege nach Themenbereich zu sortieren und zu beschriften (Einkommensbelege, Betreuungskosten, etc.).

Habt ihr schon einmal einen Steuerberater genutzt?

Bild: Canva

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