Unruhe im Hause Heller

Ist es der Nachwuchs?

Seit August treibt mich eine innere Unruhe umher. Erst dachte ich, dass wäre der Nestbau da ich zu diesem Zeitpunkt im 9. Monat schwanger war. Ich wollte die gesamte Wohnung nach der Marie-Kondo- Methode ausmisten. Mein Mann hat mich jedoch davon abgehalten. Er meinte ich solle mich schonen. Ich wollte einfach nur noch ausmisten. Mir kam es vor als würden wir jeden Moment umziehen. Ich hatte das Gefühl, dass es jederzeit zu einer größeren Veränderung kommen wird.

Jetzt schau ich unser zweites Wunder an, gut zwei Monate später. Die Unruhe ist immer noch nicht weg. Meinem Mann geht es jedoch ähnlich und meinte heute morgen er würde gerne noch einmal Ausmisten wie im letzten Jahr. Ich habe das Gefühl in dieser kleinen Wohnung zu ertrinken.

Ist es der Masterplan?

Wenn alles nach unserem Masterplan läuft, sind wir in 11 Monaten schuldenfrei. Wir haben im Dezember 2014 angefangen mit der ersten Rate. Wir haben damals jeden Cent zusammen gekratzt, da wir noch vor dem neuen Jahr anfangen wollten diesen enormen Schuldenberg abzutragen. Es waren 500 Dollar. Ich war damals in Elternzeit mit unserer ersten Tochter und es war für uns sehr viel Geld (ist es auch immer noch).

Der Weg in die Schuldenfreiheit war und ist nicht nur steinig, sondern auch lang. Jetzt können wir das Licht am Ende des Tunnels sehen. Immer öfters schneiden wir Diskussionen an wie es danach weiter geht. Ohne Schulden haben wir unendlich viele Möglichkeiten. Aber verursachen diese Möglichkeiten die innere Unruhe, da Entscheidungen, auch weitreichende Entscheidungen getroffen werden müssen?

Sind es die anstehenden Entscheidungen?

Ganz oben auf unserer To-Do-Liste steht der Umzug. Aber wohin sollen wir ziehen? Wir würden gerne hier bleiben, aber wir suchen eine Wohnung mit mindestens 90 Quadratmeter. Das gibt es hier nicht mehr unter 1.600 Euro. Sind wir bereit soviel an Miete jeden Monat zu bezahlen? Eher nicht.

Unser nächstes Ziel nach Schritt 2 und Schritt 3 ist es ein Haus zu kaufen. Von unserer zukünftigen mageren staatlichen Rente werden wir kaum leben können ohne abbezahlten Wohnraum zu besitzen (wir zählen nicht wirklich auf den Staat für unsere Absicherung im Alter). Wohnraum hier ist für uns nicht bezahlbar. Ein Reihenhaus kostet momentan in unserer Stadt 700.000 Euro mit Tendenz nach oben. Also steht wieder die Frage im Raum, wo sehen wir uns in zwei, drei Jahren?

Wie geht ihr mit der inneren Unruhe um? Wie besänftigt ihr diese?

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