Krisenmodus: Die Vier Wände

Corona hat uns alle fest im Griff. Die ersten Unternehmen stehen kurz vor der Insolvenz, Kurzarbeit ist in aller Munde und immer öfters fällt das Wort Rezession. Heute erkläre ich warum es so wichtig ist die vier Wände, als Erstes abzudecken.

Die ersten Wolken haben wir wohl alle nicht wahrgenommen. Jetzt stehen wir inmitten eines Hurrikans. Die Ernsthaftigkeit der Situation wurde mir persönlich erst bewusst, als ich im Radio gehört habe, dass die Kitas und Schulen hier in Bayern für fünf Wochen schließen, um den Coronavirus einzudämmen.

Ruhe bewahren

Ja, das habe ich schon gesagt, als die Firma, für die mein Mann gearbeitet hat, Insolvenz angemeldet hat. Und es hat sich bewährt! Keine Sorge, ich nehme euch an die Hand und wir schaffen das! Es ist furchtbar! In unserer örtlichen Facebookgruppe haben sich die ersten gemeldet, die ihre Arbeitsstelle verloren haben und nun ihre Miete nicht mehr zahlen können. Ich weiß wie sich das anfühlt. Es geht auf Ende März zu und wir stehen kurz vor dem nächsten Gehaltseingang. Zumindest hoffen wir das alle, oder etwa nicht? Also planen wir jetzt unser nächstes Budget zusammen.

Die vier Wände

In Krisensituationen wie ein drohender Jobverlust sind die vier Wände nach Dave Ramsey essenziell. Sie erlauben uns stark genug zu sein, um einen weiteren Tag zu kämpfen. Wir kämpfen uns seit fünf Jahren aus den Schulden und wir kämpfen uns auch jetzt durch diese Krise – mit euch. Als 90er Kind muss ich jetzt sagen: Tschakaa – wir schaffen das!

Wand 1: Euer Zuhause

Egal ob Miete oder Hypothek. Wir benötigen alle ein Dach über unseren Kopf. Wenn wir einen sicheren Hafen haben, an dem wir und unsere Familie zurückkehren können und uns sicher fühlen können, ist das ein sehr guter Start. Also wenn eure Einnahmen auf euer Konto verbucht werden, zahlt als Erstes eure Miete bzw. eure Hypothek.

Wand 2: Die Nebenkosten

Als Nächstes sind die Nebenkosten dran wie Strom, Wasser etc. Wenn der Kühlschrank läuft, ihr den Herd nutzen könnt und ihr nicht frieren müsst, ist das bereits die halbe Miete. Was wir jetzt nicht benötigen, ist noch mehr Stress, weil der Strom abgedreht wurde.

Wand 3: Essen

Mit einem vollen Magen lässt es sich gut durchstarten. Nichts lenkt mehr ab als unser Hunger. Legt Geld zur Seite für die Lebensmitteleinkäufe im kommenden Monat. Wenn euer Gehalt nicht eingetroffen ist, ihr in Kurzarbeit steht oder anderweitig Engpässe zu verzeichnen habt, wendet euch an das Arbeitsamt um einen Bezugsschein für die Tafeln zu erhalten. Ebenso geben auch Kirchengemeinden Lebensmittel an Bedürftige aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand abgelehnt wird, der kurzfristig in Not geraten ist. Dazu gibt es noch in meiner Stadt einen Fairteiler. Hier kann man verpackte Lebensmittel umsonst mitnehmen, die jemand nicht mehr möchte oder die kurz vor dem Ablaufdatum stehen. Außerdem möchte ich euch die Website Mundraub vorstellen. Diese hilft euch öffentliche Obstbäume etc. zu finden. In der Not wird man schließlich kreativ. Des Weiteren möchte ich euch noch die Website Budgetbytes ans Herz legen. Hier gibt es günstige und leckere Essensideen, die einfach nachzukochen sind (wir machen die Easy Oven Fajitas wöchentlich ohne Wrap dafür mit Reis!). Wenn ihr eine ähnliche Seite mit leckeren, gesunden Rezepten für den deutschsprachigen Raum kennt, gebt mir bitte Bescheid.

Und bitte hungert nicht, aus falscher Scham. Ihr seid nicht alleine in der derzeitigen Situation. Es kann jeden treffen.

Wand 4: Transport

Ob Auto oder öffentlicher Verkehr, wir benötigen beides, um zur Arbeit zu kommen (zumindest wenn wir nicht unter Quarantäne stehen). Daher sind unsere Transportmittel die vierte Wand. Wenn wir nicht zur Arbeit kommen, gibt es keinen Lohn und der nächste Monat gestaltet sich schon um einiges schwieriger.

Nach den vier Wänden

Nachdem die vier Wände bezahlt sind, könnt ihr je nachdem wie viel Geld ihr übrig habt, euer restliches Budget abarbeiten. Im besten Fall bleibt nach all den bezahlten Posten noch etwas übrig. Tilgt die Schulden, die ihr tilgen müsst (und die auch im Budget vermerkt sind), aber macht keine Sondertilgungen, bis ihr wisst, dass euer Job und eure Einnahmequellen gesichert sind und der Sturm vorübergezogen ist.

Jeder Cent der übrig ist, wird erst einmal auf das Sparkonto überwiesen, wo hoffentlich noch die 1.000 Euro aus Schritt 1 oder sogar die Ausgaben für mehrere Monate als Rücklagen aus Schritt 3 liegen.

Wenn der Sturm vorüber ist

Wenn wir wissen die Krise ist überstanden und wir sicher sind, dass unsere Jobs bestehen bleiben, dann nehmen wir alles bis auf die 1.000 Euro von Schritt 1 und tilgen unsere Schulden weiter nach Plan.

Hier erklärt es Dave noch einmal selbst:

Fühlt ihr euch für den Sturm gerüstet?

Bild: Canva

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