Schöne Zähne sind mir wichtig. Meine sind weiß und ich bekomme oft Komplimente – ein Hollywood-Smile sozusagen. Um so härter hat es mich vor ein paar Jahren getroffen als ich eine Füllung benötigt habe. Als arme Studentin habe ich mich natürlich für die günstigste Variante entschieden. Bei meinem jährlich Check-up (mit Zahnreinigung, das gönnen wir uns) hat mir mein Zahnarzt mitgeteilt, dass die Füllung ausgetauscht werden muss. Es war zu erwarten.

Die Optionen:

  • die schwarze Quecksilber-Füllung, welche zu 100 % von der Kasse übernommen wird (nein, danke)
  • Plastik in zahnfarben zum Preis von 100 Euro (jetzt können wir reden)
  • oder Keramik, Füllung nicht sichtbar für 400 Euro.

Zähne gehören zum ersten Eindruck und der ist wichtig, daher möchte ich keine dunklen Füllungen. Natürlich wäre das während unserer Schuldentilgung am günstigsten. Aber ist es auch am schlausten?

Gedankenzüge

Nein, den die Füllung hält maximal 8 Jahre (hat zu mindestens diese). Also habe ich mit meinem Zahnarzt weiter unterhalten und Fragen gestellt. So habe ich herausgefunden, dass die Plastikfüllung 10 Jahre im Durchschnitt hält. Und wie lange hält die Keramikfüllung? 20 bis 30 Jahre! Wir haben einen Gewinner. Ja, würde man es auf das Jahr rechnen käme wahrscheinlich Plastik günstiger, aber das würde bedeuten das ich dreimal so oft die Prozedur über mich gehen lassen müsste. Möchte ich das wirklich? Natürlich nicht. Außerdem zweifle ich das die 100 Euro-Plastikfüllung in 10 Jahren noch 100 Euro kosten wird. Im besten Fall bin ich in Rente wenn der Zahn wieder neu befüllt werden muss. Das ist es mir wert.

Das Finanzielle

Die Kosten von 430 Euro sind kein Pappenstiel. Besonders in unserer Situation, da wir mitten in der Schuldentilgung stecken. Ich habe mit dem Arzt gesprochen und es hat keine hohe Dringlichkeitsstufe. Das heißt ich muss es nicht sofort machen lassen. Also habe ich mir einen Termin in acht Wochen geben lassen. Unser Budget haben wir schon geändert und in den nächsten zwei Monaten legen wir bar jeweils die Hälfte zur Seite. Ja, ich gehe mit Bargeld zum Zahnarzt. Von Zahnzusatzversicherungen halte ich übrigens nicht viel, da diese auch nur Anteile zahlen und wir unsere monatlichen Kosten niedrig halten möchten. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass nicht nur finanziell sondern auch schmerzlich zu ertragen ist.

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